Einladung des Vorsitzenden der DGIM 2007
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Einladung des Vorsitzenden der DGIM 2006/2007
zum Internistenkongress 2007
Der unter Leitung von Herrn Professor Seeger stehende Internistenkongress 2006 ist noch nicht zu Ende, da
haben schon die Vorbereitungen für den nächsten Kongress im Jahre 2007 begonnen.
Es ist unser Ziel, Ihnen auch im kommenden Jahr wieder ein attraktives Programm mit wissenschaftlichen
Symposien und Fortbildungsveranstaltungen, gesundheitspolitischen Foren und interdisziplinären Diskussionen
anzubieten und nicht zuletzt auch eine Plattform zu schaffen, auf der sich möglichst viele Bereiche der
Inneren Medizin miteinander austauschen können.
Gerade in Zeiten, in denen gesundheitspoltische Umbrüche stattfinden und sich die Struktur unseres Fachgebietes durch neue Weiterbildungsordnungen verändert, ist es enorm wichtig, die anstehenden Änderungen konstruktiv anzugehen und die zentrale Bedeutung der Inneren Medizin und der ihr nahstehenden Allgemeinmedizin zu unterstreichen.Wir wollen versuchen,
diesem Anspruch gerecht zu werden, indem wir vier Themenbereiche in den inhaltlichen Mittelpunkt des
Internistenkongresses 2007 stellenwerden:
Angesichts der Tatsache, dass das Lebensalter kontinuierlich steigt und der Anteil älterer Menschen kontinuierlich
zunimmt, stehen wir vor der Herausforderung, unsere Behandlungskonzepte an die besondere Situation älterer
Menschenzu adaptieren.
Neben bestehenden Komorbiditäten oder altersbedingten Einschränkungen der Organfunktionen, leiden ältere
Menschen oft an Isolation, Einsamkeit und Depression.
"Der ältere Patient" bedarf daher einer Betreuangemessenen und umfassendenung unter Berücksichtigung seiner oft komplexen gesundheitlichen, aber auch sozialen Probleme. Mit der steigenden Lebenserwartung eng verknüpft, ist auch die seit vielen Jahren zunehmende Häufigkeit von malignen Erkrankungen. Ihre Behandlung ist oft multimodal und erfordert die Kooperation unterschiedlicher Disziplinen.
Die interdisziplinäre Onkologie ist daher ein weiteres Hauptthema des Kongresses 2007. Um die interdisziplinäre Kooperation im Rahmen der Onkologie strukturell zu unterstützen, haben sich an vielen Stellen interdisziplinäre onkologische Spitzenzentren sogenannte Comprehensive Cancer Centers gebildet. Sie sind ein gutes Beispiel dafür, wie den Herausforderungen der modernen Medizin auch durch neue Strukturen begegnet werden kann.
Weitere Beispiele sind unterschiedliche Konzepte zur Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung
durch integrierte Versorgung oder medizinische Versorgungszentren. Das Thema Gesundheitsstrukturen in
Deutschland soll diese und weitere Aspekte beleuchten.
Eine Thematik, die für alle Bereiche der Inneren Medizin und anderer Diszplinen von rasch zunehmender Bedeutungsein wird, ist die Molekulare Medizin. Hinter diesem Schlagwort verbergen sich zunehmende Einblicke in die Pathogenese und Biologie zahlreicher Erkankungen durch molekulare Analysen und die sich daraus entwickelnden innovativen Methoden der Diagnostik und sogar der Therapie. Es scheint nicht zu gewagt vorauszusehen, dass diese Erkenntnisse in naher Zukunft die Medizin im allgemeinen und die Innere Medizin im Besonderen wesentlich beeinflussen werden.
Neben diesen inhaltlichen Schwerpunkten möchte ich gerne auch die Initiative von Herrn Prof. Dr. W. Seeger fortführen und den Nachwuchs stärker in den Internistenkongress einbinden. So werden wir die Posterpräsentationen, den Young Investigator Award und auch das Forum für junge Mediziner wieder im Programm berücksichtigen. Auch wollen wir uns darum bemühen, junge Kolleginnen und Kollegen zu Referaten einzuladen. Gerade in Zeiten, in denen der ärztliche Beruf durch die Gesundheitspolitik, die Hochschulpolitik und die Darstellung in den Medien zunehmend unattraktiv erscheint, ist es von elementarer Bedeutung unseren jüngeren Kollegen Mut zu machen, unseren wunderbaren Beruf auszuüben, den mannigfaltigen Herausforderungen mit Mut und Ausdauer zu begegnen. Wir sollten uns wieder bewusst werden, dass es kaum eine befriedigendere Aufgabe gibt, als kranken Menschen zu helfen.
Ein besonderes Anliegen des Internistenkongresses 2007 wird es sein, den Kontakt zu Patienten und Angehörigen aber auch zu gesunden Menschen zu intensivieren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Aus diesem Grunde wird 2007 erstmals ein "Patientenforum Innere Medizin" auf dem Platz vor dem Kurhaus stattfinden. An circa 30 Ständen werden Informationen über unterschiedliche Krankheitsbilder sowie diagnostische und therapeutische Verfahren der Inneren Medizin von kompetenten Vertretern unseres Fachgebietes vermittelt. Diese Kollegen stehen auch für Fragen der Besucher zur Verfügung. Wir möchten durch das Patientenforum Innere Medizin den Kontakt und Austausch zwischen unserer Fachgesellschaft und der Bevölkerung intensivieren und dazu beitragen, dass Krankheiten und unsere medizinischen Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung und Kontrolle besser verstanden werden wollen, aber auch unsererseits lernen, welche Fragen die Menschen beschäftigen.
Die Breite der Inneren Medizin macht es sicherlich nicht möglich alle Aspekte unseres Fachgebietes umfassend darzustellen. Ich hoffe jedoch, dass das von uns entwickelte Programm, das mit Hilfe der wissenschaftlichen Schwerpunktgesellschaften erstellt werden wird, für Sie alle eine große Anziehungskraft ausübt und ich freue mich schon jetzt darauf, Sie 2007 zum Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden begrüßen zu dürfen.
Ihr
Wolfgang Hiddemann
Vorsitzender der Deutschen
Gesellschaft für Innere Medizin
2006/2007




Prof Dr. W. Hiddemann, München


